Jokey zieht positive Bilanz aus rPP- Foodgrade-Projekt

Seit 2022 verfolgt die Jokey Group ein eigenes Forschungsprojekt unter wissenschaftlicher Begleitung des IKK - Instituts für Kunststoff- und Kreislauftechnik (IKK) an der Universität Hannover. Erkundet werden dabei die Möglichkeiten der Gewinnung und des Wiedereinsatzes von recyceltem Polypropylen (rPP) aus starren Verpackungen in Lebensmittelqualität. Eine erste Bilanz zeigt Chancen auf.

Seit über 30 Jahren setzt Jokey, einer der führenden Hersteller von Kunststoffverpackungen, Eimer aus Post-Consumer-Rezyklaten (PCR) in der Non-Food-Branche ein. Die seit 2018 laufende Jokey-Kampagne „Grau ist das neue Grün“ versteht sich als Initiative zur Förderung der Kreislaufwirtschaft zur Substitution von Virgin-Kunststoffen durch Post Consumer Rezyklate. Inzwischen setzen viele Kunden aus den Non-Food-Sektoren auf die kreislauffähigen Verpackungslösungen, die bereits zu den Jokey-Standardprodukten zählen.

 

Neben den Non-Food-Verpackungen aus PCR lotet Jokey in Pilotprojekten auch die Möglichkeiten aus, wie Verpackungen aus recycelten Kunststoffen in der Lebensmittelindustrie eingesetzt werden könnten. Bislang gibt es keine PP-Sekundärrohstoffe, die von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) zugelassen wären. Die gesetzlichen Anforderungen an Produkte mit Lebensmittelkontakt sind im Hinblick auf Gesundheit und Sicherheit der Endverbraucher sehr hoch. So startete Jokey vor rund einem Jahr ein Forschungsprojekt, um einen möglichen Rezyklat-Einsatz in Lebensmittelverpackungen zu erkunden. Wissenschaftlich begleitet wurde Jokey von einem Forscherteam vom IKK  unter der Leitung von Prof. Hans-Josef Endres.

 

Im Fokus des Projektes stehen restentleerte Verpackungen von gewerblichen Endverbrauchern der lebensmittelverarbeitenden Gewerbe. Bisher wurden die Verpackungen an den Anfallstellen gesammelt und über systemübliche Redistributionswege einer semiindustriellen stofflichen Verwertung im wissenschaftlichen Umfeld dem IKK zugeführt. Die aus dem mechanischen Verwertungsprozess gewonnenen Rezyklate wurden umfassend charakterisiert und so auch auf Migration und im Material enthaltene Substanzen analysiert. Alle Stationen, von der gewerblichen Anfallstelle der geleerten Verpackungen bis hin zur Verarbeitung des Rohstoffs zu neuen Verpackungen wurden dabei untersucht und dokumentiert. Kritische Aspekte des Wertstoffkreislaufs konnten mit diesem Monitoring genauer identifiziert und gezielt optimiert werden. 

 

Closed Loops – Kreisläufe komplett geschlossen halten

 

„Die Ergebnisse der bisherigen Großversuche sind vielversprechend“, resümiert Michael Schmitz, Sustainability Officer der Jokey Group. „In der Lebensmittelindustrie stoßen wir damit auf großes Interesse, denn auch hier besteht der Wunsch nach ressourcenschonenden und nachhaltigen Verpackungen aus Sekundärrohstoffen.“ Allerdings müsse die Entwicklung des Produkts mit der eines darauf abgestimmten Sammelsystems mit entsprechender Logistik einhergehen. So könnte eine mögliche Lebensmittelzulassung auf europäischer Basis denkbar werden – dazu bedarf es im nächsten Schritt auch einer professionellen Skalierung der Projektergebnisse und der lebensmittelrechtlichen Zulassung der Rezyklate.

 

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